BMDV besucht Brasilien und vertieft digitalpolitische Zusammenarbeit

Brasilien

Vom 28. bis 30. April 2025 besuchte eine Delegation des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) Brasilien. Sie nahm an verschiedenen Veranstaltungen und Treffen teil, um die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Brasilien und Deutschland zu fördern.

Eine BMDV-Delegation besuchte Brasilien. © International Digital Dialogues-GIZ

Während ihres Besuchs traf die Delegation mit zahlreichen Interessengruppen zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der brasilianischen Regierung und der Privatwirtschaft. Die Treffen gaben Einblicke in den digitalen Fortschritt des Landes und ermöglichten einen fruchtbaren Austausch von Wissen und Best Practices. Die Delegation nahm auch an Veranstaltungen in Rio de Janeiro, Brasília und São José dos Campos teil.

Teilnahme am Web Summit Rio

Am 28. April nahm die Delegation am Web Summit Rio teil und beteiligte sich zusammen mit dem brasilianischen Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Innovation (MCTI) an der Podiumsdiskussion „KI und die digitale Wirtschaft: Innovation und Verantwortung in Einklang bringen”. Da KI für die Volkswirtschaften weltweit immer wichtiger wird, treiben beide Länder die Ausarbeitung von Rechtsrahmen voran, die eine verantwortungsvolle Entwicklung von KI gewährleisten und damit Datenschutz, Sicherheit und Wachstum in Einklang bringen.

Die Partnerschaft zwischen Brasilien und Deutschland hat bereits zu konkreten Ergebnissen geführt, wie beispielsweise der Gründung des Hubs der International Data Spaces Association (IDSA) in Brasilien im Jahr 2024, der von der brasilianischen Iot Association (ABINC) und dem Programm Open Industry Brasil unterstützt wird. Dabei werden europäische Datenraummodelle adaptiert, um die digitale Wirtschaft Brasiliens zu stärken.

Sowohl das BMDV als auch das MCTI betonten, dass der Erfolg von KI von hochwertigen, ethisch geprüften Daten abhängt, und bekräftigten ihr gemeinsames Engagement für Innovation und Regulierung.

Mittagessen mit Parlamentariern

Fortsetzung des Besuchs in Brasília: Bei einem Mittagessen mit brasilianischen Parlamentariern teilten Vertreterinnen und Vertreter Deutschlands, der EU und der Niederlande ihre Erfahrungen mit dem Digital Services Act (DSA) und dem AI Act und lieferten wichtige Erkenntnisse für die laufenden Debatten über die digitale Regulierung in Brasilien. Der DSA sorgt für Transparenz und Risikomanagement auf Plattformen, während der AI Act eine ethische Entwicklung von KI gewährleistet.

Zu den Teilnehmenden gehörten Staatssekretär Stefan Schnorr, EU-Botschafterin Marian Schuegraf sowie brasilianische Gesetzgeber. Der Austausch zeigte, wie europäische Rahmenwerke Brasilien dabei helfen können, Innovation, Verantwortlichkeit und Nutzerschutz in der digitalen Wirtschaft in Einklang zu bringen.

Neue Initiative: Open Industry Brasil

Am 30. April fand in São José dos Campos die Auftaktveranstaltung zu „Open Industry Brasil“ statt, einer neuen Initiative zur Förderung von KI und intelligenter Fertigung in Brasilien. Unter der Leitung der brasilianischen Nichtregierungs- und Regierungsorganisationen ABINC, ABDI und CNI konzentriert sich das Programm auf den Aufbau von Datenräumen – digitale Umgebungen, in denen Unternehmen Daten sicher austauschen und nutzen können – auf der Grundlage globaler Standards. Obwohl das Konzept in Brasilien noch neu ist, wird es im Rahmen praktischer Projekte getestet werden.

Bei der Auftaktveranstaltung wurde die Unterstützung durch die EU und Deutschland und die wachsende digitale Partnerschaft mit Brasilien hervorgehoben. Ziel der neuen Initiative ist es, Akteure aus Industrie, Wissenschaft und Regierung zusammenzubringen, um durch Daten Innovationen voranzutreiben.

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