Deutsch-Kenianischer Digitaldialog: Unterzeichnung des Arbeitsplans und Stakeholder-Treffen

Kenia

Am 13. Februar 2024 wurde der erste Arbeitsplan des Deutsch-Kenianischen Digitaldialogs unterzeichnet. Staatssekretär Stefan Schnorr des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) und Jackson Makewa, Director ICT des kenianischen Ministeriums für Information, Kommunikation und die Digitalwirtschaft (MICDE), leiteten das hochrangige Treffen in Nairobi. Im Anschluss tauschten sich rund 110 Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und des öffentlichen Sektors aus Kenia und Deutschland zu Fokusthemen des neuen Arbeitsplans aus.

Der unterschriebene Arbeitsplan des Deutsch-Kenianischen Digitaldialogs. © Deutsche Botschaft Nairobi

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Unterzeichnung des ersten Arbeitsplans für den Deutsch-Kenianischen Digitaldialog durch Staatssekretär Stefan Schnorr (BMDV) und Director ICT Jackson Makewa (MICDE). Nach dem offiziellen Start des Dialogs im November 2023 dient der Arbeitsplan als Grundlage für die Zusammenarbeit in diesem Jahr. Folgende Schwerpunktthemen sind darin festgelegt: (1) Internet Governance, Data Policy and Cybersecurity, (2) Digital Innovation and Sustainable Growth und (3) Digital Public Infrastructure and Services.

Die Themen wurden basierend auf den deutschen und kenianischen Stakeholder-Konsultationen ausgewählt, welche in den letzten Monaten stattgefunden haben. Im Laufe des Jahres 2024 werden die Themen in gemeinsamen Multi-Stakeholder-Veranstaltungen bearbeitet. Eine Überprüfung der Prioritäten für das Jahr 2025 ist für das letzte Quartal 2024 geplant.

Austausch zu Cybersicherheit, Künstlicher Intelligenz und Digitalwirtschaft im Stakeholderkreis

Das anschließende Stakeholder-Treffen fand online statt. In drei Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmenden zu Themen aus dem Arbeitsplan aus: Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Digitalwirtschaft. In jeder Arbeitsgruppe gab es zu Beginn einen kurzen Input von Expertinnen und Experten aus Kenia und Deutschland. Es folgte jeweils eine Diskussionsrunde, in der die Stakeholder ihre Anmerkungen und Anregungen für die weitere Arbeit in diesem Bereich einbringen konnten.

Zum Thema Cybersicherheit sprachen Kivuva Mwendwa von KICTANet, einem kenianischen ThinkTank mit Fokus auf IKT-Politik, und Dr. Sven Herpig von der Stiftung Neue Verantwortung. Sie thematisierten unter anderem die Möglichkeiten für einen gegenseitigen Kompetenzaufbau durch Kooperation und den Austausch von Best Practices, um die Resilienz im digitalen Raum zu stärken. Ein weiterer Fokus lag auf der besonderen Bedrohung durch Deepfakes und der damit verbundenen Gefahr von sexueller Gewalt im Netz, insbesondere gegenüber Frauen.

Ergebnisse der Arbeitsgruppen dienen der Planung kommender Veranstaltungen

In einer zweiten Gruppe tauschten sich die Teilnehmenden zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) aus. Dr. Theresa Züger vom Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft erläuterte, wie gerade kleinere KI-Projekte oft einen gemeinnützigen Fokus haben und wie durch die Unterstützung dieser Projekte auch in Kenia große Potenziale erschlossen werden könnten. Brian Omwenga vom Tech Innovators Network (THiNK) betonte Kenias Vorreiterposition im Bereich KI in Afrika und die Notwendigkeit, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

In der dritten Arbeitsgruppe zur Digitalwirtschaft sprach zunächst Julia Kloiber vom Superrr Lab über die Arbeitsbedingungen von Content-Moderatorinnen und -Moderatoren in Deutschland und ihre Forderungen nach besserer psychologischer Betreuung und angemessener Bezahlung. Anschließend stellte Roselyn Maundu die Business Processes Outsourcing Association of Kenya (BPOAK) vor und betonte das große Interesse Kenias an der Förderung der Digitalwirtschaft und der Schaffung von Arbeitsplätzen durch das Business Process Outsourcing (BPO). Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden über dessen Potenziale und Risiken aus.

Die Inhalte der Diskussionen in den drei Arbeitsgruppen werden nun aufgearbeitet und dienen als Richtlinie für die Planung kommender Veranstaltungen im Rahmen des Deutsch-Kenianischen Digitaldialogs.

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