Deutsche Stakeholderkonsultationen 2022/23 für die Internationalen Digitaldialoge

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Am 24. Januar veranstaltete das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) Stakeholderkonsultationen für die Internationalen Digitaldialoge in Berlin und online. Die Konsultationen boten deutschen Stakeholdern die Möglichkeit, ihre Interessen einzubringen und sich über aktuelle Themen, Herausforderungen und Ideen für Aktivitäten im Rahmen der Digitaldialoge auszutauschen.

AL Brake (BMDV) eröffnete die Konsultationssitzungen. © Gerhard Kassner / BMDV

Das BMDV führt jährlich Stakeholderkonsultationen durch, um sicherzustellen, dass politische Ansätze und Lösungen für die digitale Transformation den aktuellen Bedürfnissen entsprechen sowie gesellschaftlich und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Organisiert durch das Sekretariat für die Internationalen Digitaldialoge trafen sich rund 90 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit Vertreter*innen des BMDV im Allianz Forum Berlin oder nahmen online teil.

Die interaktiven Konsultationen waren nach Regionen aufgeteilt und konzentrierten sich auf die Partnerländer der Digitaldialoge Indien, Indonesien, Brasilien und Mexiko. Vor Ort hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch und Netzwerken bei Mittagessen und Kaffee.

Vorstellung der Digitalstrategie Deutschland

Benjamin Brake, Abteilungsleiter für Digital- und Datenpolitik im BMDV, begrüßte alle Teilnehmenden und betonte die Bedeutung des Multi-Stakeholder-Engagements in Fragen der Digitalpolitik.

Dr. Ann-Christin Soekadar, Leiterin des Referats für internationale Digitalpolitik, G7 und G20, stellte anschließend die neue Digitalstrategie Deutschland vor. Die Strategie sieht drei zentrale Handlungsfelder vor: (1) eine vernetzte und digital souveräne Gesellschaft, (2) eine innovative Wirtschaft, Arbeit, Wissenschaft und Forschung sowie (3) ein digitaler Staat. Dr. Soekadar hob die Bedeutung des internationalen Engagements in all diesen Bereichen hervor, um ein offenes, freies und sicheres Internet weltweit zu fördern, die digitale Souveränität Deutschlands und seiner Partnerländer zu stärken und die digitale Inklusion weltweit voranzutreiben.

Dr. Soekadar (BMDV) stellte die Digitalstrategie Deutschland vor. © Gerhard Kassner / BMDV

Ergebnisse der Stakeholder-Umfrage

Um tiefer in mögliche Diskussionsthemen der regionalen Konsultationen einzusteigen, präsentierte Torge Wolters, Leiter des GIZ-Teams zur Unterstützung der Internationalen Digitaldialoge, die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Stakeholder-Umfrage. Diese sollte die Prioritäten der deutschen Digitalcommunity ermitteln.

Es überrascht nicht, dass Themen im Zusammenhang mit Industrie 4.0, Plattformökonomie sowie Datenerfassung und -analyse von nahezu allen Umfrageteilnehmenden als wichtige Geschäftsbereiche identifiziert wurden. Die Themen Cybersicherheit, Standardisierung und Datenschutz wurden als besonders dringlich eingestuft. Ebenso groß war das Interesse an der Anwendung neuer Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) und Big Data. Bei der Frage nach relevanten Bereichen für öffentliche Unterstützung standen die Nachhaltigkeit in der Digitalisierung sowie die Förderung von digitalen Kompetenzen ganz oben auf der Liste.

Regionale Konsultationen für die Digitaldialoge mit Indien und Indonesien sowie Brasilien und Mexiko

Die Stakeholder tauschten sich offen über Themenschwerpunkte aus. © Gerhard Kassner / BMDV

Während der regionalen Sitzungen gaben die GIZ-Teams einen Überblick über die aktuellen digitalpolitischen Entwicklungen in den Ländern und fassten auch die Entwicklungen in den jeweiligen Digitaldialogen zusammen. Anschließend fand eine offene Diskussion statt, bei der sich eine Vielzahl von Stakeholdern aktiv über Themenschwerpunkte und Kooperationsaktivitäten austauschte.

Ein digitales Whiteboard wurde den Tag über genutzt, um sämtliche Beiträge der Diskussionsteilnehmenden zu sammeln. Die Ergebnisse werden dem BMDV bei seinen Gesprächen mit den Partnerministerien der Digitaldialoge als Orientierung dienen und dazu beitragen, die internationale Digitalpolitik gemeinsam zu gestalten.

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