Erste Jahressitzung des Deutsch-Mexikanischen Digitaldialogs

Mexiko

Am 15. Januar 2024 wurde die erste Jahressitzung des Deutsch-Mexikanischen Digitaldialogs vom deutschen Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), dem mexikanischen Wirtschaftsministerium (Economía) und dem mexikanischen Ministerium für Infrastruktur, Kommunikation und Verkehr (Comunicaciones) ausgerichtet. Während dieser Veranstaltung unterzeichneten die drei Ministerien gemeinsam den Arbeitsplan 2024 für den Digitaldialog. Sie bekräftigten, dass sie den bilateralen Dialog zu Themen der Digitalisierung und Digitalpolitik weiter vertiefen möchten.

Vize-Minister Jiménez Pons, Vize-Minister Encinas und Staatssekretär Schnorr (BMDV) leiteten die Jahressitzung gemeinsam. © Digital Dialogues-GIZ

Die erste Jahressitzung des Deutsch-Mexikanischen Digitaldialogs brachte mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Mexiko-Stadt sowie online zusammen. Hochrangige Regierungsvertreterinnen und -vertreter sowie Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus beiden Ländern nahmen teil. Ihr Ziel war es, die Fortschritte im Digitaldialog zu bewerten und Möglichkeiten für die weitere Zusammenarbeit zu besprechen.

Das hochrangige Treffen wurde gemeinsam von Vize-Minister Rogelio Jiménez Pons (Comunicaciones), Vize-Minister Alejandro Encinas (Economía) und Staatssekretär Stefan Schnorr (BMDV) geleitet.

Förderung der Zusammenarbeit und des Multi-Stakeholder-Ansatzes

Während der Jahressitzung betonte Staatssekretär Schnorr die große Bedeutung der deutsch-mexikanischen Zusammenarbeit in der Digitalpolitik. Ein besonderer Schwerpunkt im Digitaldialog liege auf der aktiven Einbeziehung aller Interessengruppen – zivilgesellschaftliche, wirtschaftliche und wissenschaftliche.  Vize-Minister Encinas thematisierte die Verbindung zwischen dem Zugang zu Internet und Informationen und grundlegenden Menschenrechten. Vize-Minister Jiménez Pons hob die Rolle der Digitalpolitik hervor, die digitale Kluft zu verringern und sicherzustellen, dass Bürgerinnen und Bürger Zugang zu Informationen haben.

Akteure aus verschiedenen Sektoren teilten die Ergebnisse umgesetzter Aktivitäten im Jahr 2023 und diskutierten Schlüsselbereiche der Zusammenarbeit, wie zum Beispiel Technologietransfer, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, 5G und künstliche Intelligenz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten die Bedeutung des Digitaldialogs heraus als Plattform für den Austausch zwischen verschiedenen Interessengruppen beider Länder.

Der unterzeichnete Arbeitsplan des Deutsch-Mexikanischen Digitaldialogs für 2024. © Secretaría de Economía

Einigung über Kernthemen der Zusammenarbeit

Die Vertreterinnen und Vertreter der drei Ministerien haben sich auf Kernthemen des Deutsch-Mexikanischen Digitaldialogs geeinigt und den Arbeitsplan für 2024 unterzeichnet. Er umfasst drei Hauptthemen: inklusive Digitalisierung, Digitalpolitik und neue Technologien. Der Arbeitsplan enthält übergreifende Themen und konkretisiert Ziele sowie vorgeschlagene Kooperationsbereiche für jedes Thema. Damit dient er als Leitfaden für gemeinsame Initiativen und strukturiert den Austausch. Der Deutsch-Mexikanische Digitaldialog zielt darauf ab, die Zusammenarbeit der Länder und verschiedener Stakeholder zu fördern und gemeinsame Beiträge zu internationalen Foren zu koordinieren.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahressitzung in Mexiko-Stadt. © Secretaría de Economía

 

Der Besuch der deutschen Delegation in Mexiko

Neben der ersten Jahressitzung traf sich die deutsche Delegation unter der Leitung von Staatssekretär Schnorr mit mehreren mexikanischen Organisationen. Sie besuchten ein mexikanisches Rechenzentrum, KIO Networks, das sich in der Stadt Querétaro befindet. Vize-Minister Jiménez Pons und hochrangige Regierungsvertreterinnen und -vertreter aus dem Bundesstaat Querétaro wie Minister Marco Antonio del Prete sowie Vize-Minister Genaro Montes vom Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Carlos Salgado Lara, Vize-Minister für Informationstechnologien im Finanzministerium, schlossen sich der Delegation an.

Die Delegation wurde von Adriana Rivera, Geschäftsführerin des Mexikanischen Verbands der Rechenzentren (MEXDC), und Miguel Ángel Ramos, COO von KIO Networks Mexiko, begrüßt. Der Reiseplan beinhaltete eine Besichtigung der Einrichtungen von KIO Networks in Querétaro und gewährte wertvolle Einblicke in deren hochmoderne technologische Infrastruktur. Während dieses Treffens präsentierten die Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien und der Regierung von Querétaro Strategien und Prioritäten im Hinblick auf die Datenpolitik und die Rechenzentrumsbranche.

Die deutsche Delegation besuchte KIO Networks. © Digital Dialogues-GIZ

Gemeinsame Bemühungen zur Förderung besserer digitaler Ökosysteme

Die deutsche Delegation traf sich außerdem mit Salma Jalife und Alberto Farca vom Centro México Digital (CMD). Das CMD ist eine gemeinnützige zivilgesellschaftliche Organisation, die Studien und Projekte zur Förderung der Digitalisierung in Mexiko durchführt. Während des Treffens gaben Jalife und Farca einen umfassenden Überblick über die Mission des CMD und ihre Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Sie betonten die Bedeutung des jährlichen Berichts des CMD, des State Digital Development Index (IDDE). Seit 2021 jährlich veröffentlicht, bewertet der IDDE den Digitalisierungsfortschritt der Bundesstaaten Mexikos. Er bietet auch kreative und inklusive Strategien zur Förderung von Konnektivität und Digitalisierung im ganzen Land.

Insgesamt zeigten während der Delegationsreise alle beteiligten Akteure ein starkes Engagement für die Vertiefung des bilateralen Austauschs und der Zusammenarbeit in der Digitalpolitik. In der Zukunft soll der Deutsch-Mexikanische Digitaldialog eine treibende Kraft sein, um die bilaterale Zusammenarbeit zu fördern.

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