Gesprächsrunde zu Smart Urban Mobility – Infrastruktur und Business Innovation

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Im Rahmen der Internationalen Digitaldialoge veranstaltete das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) eine exklusive Gesprächsrunde zum Thema "Smart Urban Mobility". Hochrangige Vertreter*innen des öffentlichen und privaten Sektors diskutierten, wie beide Sektoren zusammenarbeiten können, um intelligente und menschengerechte Mobilitätslösungen zu entwickeln.

Die Expert*innen vertraten Forschungsinstitute, Industrieverbände und Unternehmen. © Digital Dialogues-GIZ

Nach einer langen, coronabedingten Beschränkung auf digitale Formate eröffnete die Hannover Messe 2022 neue Möglichkeiten zum intensiven Austausch und zur Vernetzung. Die Digitaldialoge des BMDV luden am 1. Juni zur Diskussion über Smart Urban Mobility in das Convention Center der Messe ein.

Die Teilnehmenden vertraten Forschungseinrichtungen, Industrieverbände und Unternehmen aus den Partnerländern der Digitaldialoge. Dr. Lisa Günther vom BMDV eröffnete die Gesprächsrunde. Es folgte eine lebhafte Diskussion über Chancen und Herausforderungen bei der Entwicklung von zukünftigen Mobilitätsszenarien. Wer sollte bei der Entwicklung von Rahmenbedingungen für eine intelligente urbane Mobilität weisungsgebend sein? Wie soll dabei mit dem Austausch von Daten umgegangen werden? Welche Rolle spielt die internationale Zusammenarbeit?

Öffentlich-private Partnerschaften und die Rolle der Regulierung

Die lebhaften Diskussionen zeigten, wie wichtig internationaler Austausch ist. © Digital Dialogues-GIZ

Die Expert*innen waren sich einig, dass das komplexe Thema eine starke Zusammenarbeit von Forschung, Industrie und Politik erfordert. Öffentlich-private Partnerschaften könnten ein Baustein sein, um verschiedene Interessengruppen zu verbinden, und seien wichtig, um die intelligente Mobilität sowohl voranzutreiben als auch zu regulieren. Da Entscheidungen über Mobilität derzeit oft private Entscheidungen seien, sollte es Anreize für die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor geben.

Die staatliche Regulierung war ein zentraler Diskussionspunkt. Die Teilnehmenden tauschten ihre unterschiedlichen Perspektiven aus: Einerseits sei es für die Entwicklung von nachhaltigen und nutzungsfreundlichen Mobilitätslösungen entscheidend, durch Regulierung die richtigen Anreize zu setzen. Staatliche Regulierung könne eine klare Richtung vorgeben und negative Auswirkungen, wie etwa eine Übersättigung des Marktes, verhindern. Andererseits könne sie aber auch schnelllebige Märkte hemmen.

Ein weiteres Thema der Gesprächsrunde war die Nutzung von Daten für Smart Urban Mobility. Da Daten für eine effiziente, nachhaltige und inklusive Mobilität von grundlegender Bedeutung sind, sei es nach Ansicht der Expert*innen wichtig, den Datenaustausch zu fördern. International harmonisierte Standards könnten das notwendige Vertrauen für den Austausch von Mobilitätsdaten schaffen.

Das anschließende Netzwerken diente dem weiteren Austausch über Smart Urban Mobility. © Digital Dialogues-GIZ

Internationale Zusammenarbeit ist der Schlüssel: Die nächsten Schritte für die Digitaldialoge

In der Diskussion wurde hervorgehoben, wie wichtig internationale Dialoge sind. Der Austausch von Best Practices und Erfahrungen mit Akteuren aus anderen Sektoren und Ländern helfe dabei, Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu finden. Die Teilnehmenden betonten, dass es in einem so dynamischen Bereich wichtig ist, eine konstruktive Fehlerkultur zu schaffen. Die Gesprächsrunde war bereits eine gute Gelegenheit für den internationalen Erfahrungsaustausch.

Neben dem grenzüberschreitenden Austausch war das Ziel der Veranstaltung, nächste Schritte für die Digitaldialoge zu identifizieren. Als konkrete nächste Maßnahme wird das Thema Smart Urban Mobility bei der jährlichen Stakeholder-Konsultation der Digitaldialoge im Herbst wieder aufgegriffen. Außerdem ist geplant, erneut mit den Stakeholdern in Kontakt zu treten, um mögliche Kooperationsprojekte aufzusetzen.

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