Neue Impulse für IT-Outsourcing: Afrikanische Unternehmen besuchen deutsche IT-Hubs und Hannover Messe
Kenia
Die Delegation besuchte die regionalen Innovationsstandorte Frankfurt am Main, Karlsruhe, Stuttgart und Düsseldorf sowie die Hannover Messe. Dort tauschten sich die Teilnehmenden mit Unternehmen, Branchenverbänden und Akteuren des Innovationsökosystems aus.
Afrikas Potenzial für den IT-Dienstleistungsmarkt
Vor dem Hintergrund wachsender Fachkräfteengpässe in Deutschland und Europa gewinnt die Zusammenarbeit mit internationalen Talentpools an Bedeutung. Insbesondere Länder wie Ghana und Kenia bieten mit einer jungen, gut ausgebildeten und englischsprachigen Bevölkerung sowie steigenden Investitionen in digitale Infrastruktur attraktive Voraussetzungen für IT- und Business-Process-Outsourcing (BPO).
Im Austausch mit deutschen Partnern wurde deutlich, dass afrikanische Anbieter nicht nur durch Kostenvorteile, sondern zunehmend durch Qualität, Spezialisierung und Innovationsfähigkeit überzeugen. Digitale Dienstleistungen wie Softwareentwicklung, Datenanalyse, IT-Support und KI-basierte Anwendungen stehen im Fokus.
Einblicke in Markt, Praxis und Partnerschaften
Der Austausch mit DE-CIX, Betreiber des weltweit führenden Internet Exchange Points in Frankfurt, Treffen mit regionalen IHKs sowie ein Besuch des digihub Düsseldorf ermöglichten direkte Einblicke in die Anforderungen des deutschen Marktes. Ergänzt wurde das Programm durch Netzwerkformate, die den Aufbau persönlicher Kontakte förderten.
Der Höhepunkt der Reise war der Besuch der Hannover Messe, bei dem die Delegation internationale Technologietrends diskutieren und sich mit globalen Akteuren vernetzen konnte. Die Begegnungen vor Ort lieferten wichtige Einblicke in Erfolgsfaktoren für internationale Kooperationen. Drei Aspekte standen besonders im Vordergrund:
- Technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich KI, verändern die Anforderungen an IT-Dienstleistungen und Outsourcing-Modelle zunehmend. Unternehmen müssen flexibel reagieren und ihre Angebote kontinuierlich weiterentwickeln.
- Wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen die Risikobereitschaft sowie die Bereitschaft für internationale Partnerschaften. In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld gewinnen belastbare Geschäftsmodelle und nachweisbare Erfolge an Bedeutung. Vertrauen entsteht durch konkrete Referenzen und praktische Erfahrungen.
- Langfristige Partnerschaften basieren auf Vertrauen, persönlichem Austausch und kontinuierlicher Präsenz. Der Dialog vor Ort wurde von allen Beteiligten als entscheidend hervorgehoben, um gegenseitiges Verständnis aufzubauen und nachhaltige Kooperationen zu ermöglichen.
Der Grundstein für eine nachhaltige digitale Zusammenarbeit
Die Delegationsreise schuf konkrete Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit zwischen deutschen und ghanaischen sowie kenianischen Unternehmen. Hierfür wurde sie durch Partners in Transformation unterstützt.
Langfristig tragen solche Partnerschaften dazu bei, Fachkräfteengpässe in Deutschland zu mindern, hochwertige Beschäftigungsmöglichkeiten in Afrika zu schaffen und gemeinsam die Digitalwirtschaft auf beiden Seiten zu stärken.
Das könnte Sie auch interessieren
Kenia
Gemeinsam gegen digitale Gewalt: Ein kenianisch-deutscher Austausch zu digitaler geschlechtsspezifischer Gewalt
Im Rahmen des kenianisch-deutschen Digitaldialogs findet ein Austauschformat zwischen KICTANet, einem
kenianischen Think Tank, und dem Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) statt. Ziel ist es, voneinander zu lernen und Ansätze zur Bekämpfung technologiegestützter geschlechtsspezifischer Gewalt in Kenia und Deutschland zu entwickeln.
Kenia
Von Daten zu Wachstum: Kenias Outsourcing-Boom im Fokus
Am 25. Februar traf sich die kenianisch-deutsche Arbeitsgruppe für Global Business Services und IT-Outsourcing im Rahmen des Deutsch-Kenianischen Digitaldialogs. An dem Online-Treffen nahmen deutsche und kenianische Unternehmen aus dem Bereich Business Process Outsourcing und IT-Outsourcing teil. Im Mittelpunkt standen der „Outsourcing-Boom“ sowie die Bedeutung vertrauenswürdiger Datenflüsse für die kenianische Wirtschaft.
Weiterlesen … Von Daten zu Wachstum: Kenias Outsourcing-Boom im Fokus
Kenia
Kenianisch-deutsche Arbeitsgruppe untersucht IT-Outsourcing und Trends am IT-Fachkräftemarkt
Am 28. Januar fand die erste Sitzung der kenianisch-deutschen Arbeitsgruppe für globale Unternehmensdienstleistungen (Fokus auf IT-Outsourcing) in diesem Jahr statt. Im Mittelpunkt des Online-Treffens stand die Lage auf dem IT-Arbeitsmarkt in Deutschland und Kenia. Die Friedrich-Naumann-Stiftung in Kenia (FNF) und das Trends and Insights for Africa Institute (TIFA) stellten ihren gemeinsamen Marktforschungsbericht zum Thema „Enabling Ethical Outsourcing between Kenya and Germany” vor. Sie können ihn hier herunterladen.
Newsletter
Bleiben Sie informiert! Um den Newsletter der Digitaldialoge zu abonnieren, geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein. Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzhinweise.
