Stakeholder Konsultation 2025 für die Internationalen Digitaldialoge
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Organisiert von der GIZ, die im Auftrag des BMDV die Internationalen Digitaldialoge mit einem Sekretariat unterstützt, kamen rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu dem hybrid stattfindenden Treffen zusammen. Die Veranstaltung bot deutschen Stakeholdern die Gelegenheit, ihre Ansichten, praktischen Erfahrungen, Interessen und Herausforderungen einzubringen und darüber zu zielgerichteten und prioritären politischen sowie Kooperationsinitiativen unter dem Dach der Digitaldialoge beizutragen.
Auftakt
Dr. Marc Lendermann, Referatsleiter Bilaterale Digitalpolitik; Digitaldialoge des BMDV, begrüßte die Teilnehmenden und betonte den hohen Stellenwert bilateraler Kooperationsformate in Zeiten wachsender Skepsis gegenüber multilateralen Ansätzen.
Zur Vorbereitung auf mögliche Diskussionsthemen präsentierte Torge Wolters, Leiter des Unterstützungsteams der GIZ, die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Online-Befragung, die neue Einblicke in aktuelle Themen innerhalb des Netzwerks der Internationalen Digitaldialoge bot. Die Online-Umfrage wurde durchgeführt, um mehr über die Prioritäten und Herausforderungen der digitalen Gemeinschaften in allen Partnerländern der Digitaldialoge zu erfahren. Cybersicherheit, Datenschutz und Privatsphäre sowie digitale Geschäftsmodelle und Innovation wurden dabei als die relevantesten Themen angesehen. Das allgegenwärtige Thema der künstlichen Intelligenz (KI) fand in den Rückläufen auf die Umfrage ebenfalls Widerhall und wurde als die relevanteste Technologie eingestuft. Gleichzeitig betonten die Befragten die Notwendigkeit ethischer Richtlinien und solider rechtlicher Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI zum Nutzen der Gesellschaft.
Interaktionen während des Events (Copyright: BMDV/Sebastian Woithe)
Spotlight Vorträge: Stakeholder im Mittelpunkt
Fünf Stakeholder aus verschiedenen Sektoren gaben in kurzen „Spotlight“-Vorträgen Einblicke in aktuelle Themen der digitalen Sphäre.
Dr. Simon Rinas von der Siemens AG ging auf die notwendigen Voraussetzungen ein, die für die Entwicklung digitaler Industrielösungen geschaffen werden sollten, insbesondere im Hinblick auf KI-Systeme für industrielle Branchen („Industrial AI“). Dr. Jin Woo Ro vom Institut für KI Safety & Security des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellte das BaseX-Projekt des Instituts vor, das in Kooperation mit Südkorea durchgeführt wird. Ziel ist die Verknüpfung mehrerer Datenräume, die die Grundlage für KI-Entwicklungen bilden sollen. Karl-Heinz Land von der neuland.ai AG diskutierte, wie einzelne KI-Technologien in KI-Plattformen miteinander verknüpft werden können, um sie für Unternehmen besser nutzbar zu machen. Alan Ang und Friederike von Franqué von Wikimedia plädierten für digitale öffentliche Güter als mögliche Lösungen für globale Herausforderungen und beleuchteten die Arbeit von Wikidata, einer öffentlichen Suchmaschine und ein Wikimedia-Projekt. Schließlich stellte Gudrun Schwarz vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) den deutschen Ansatz zur Entwicklung von Smart Cities auf nationaler Ebene vor und sprach über Skalierung, Data Sharing und urbane Datenräume sowie die Entwicklung urbaner digitaler Zwillinge als aktuelle Trends und Themen von vorrangigem Interesse für den internationalen Austausch.
Länderspezifische Konsultationen in Breakout-Sessions
Im Anschluss an den Plenarteil boten regionale Breakout-Sessions Gelegenheit zu interaktiven Diskussionen. Die Sessions zu den Partnerländern der Digitaldialoge in Lateinamerika, Asien und Afrika waren nach Regionen gegliedert. Nach kurzen Inputs des GIZ-Teams zum Stand der einzelnen Digitaldialoge sowie zu aktuellen digitalpolitischen Entwicklungen in den jeweiligen Ländern, gab es im Rahmen der regionalspezifischen Konsultationen die Möglichkeit sich aktiv zu Schwerpunktthemen und Kooperationsaktivitäten auszutauschen.
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